Orchesterverein und Sängerbund Kempten

OPERN GALA 2000
am Samstag, den 1. April 2000, um 20 Uhr im Stadttheater in Kempten

    Die Idee zu einem großen Opernkonzert zusammen mit dem Orchesterverein und weiteren Chören hatte unser Sängerkamerad Heinz Wagner im Herbst 1998 und er gab solange keine Ruhe bis am 15. Januar 1999 die beiden Vorsitzenden und die musikalischen Leiter von Orchesterverein und Sängerbund beschlossen, das Opernkonzert als Beitrag zu den Millenniums-Veranstaltungen der Stadt Kempten am 1. April 2000 im Stadttheater in die Tat umzusetzen. Es wurde eine gemeinsame Projektgruppe gegründet, der von Seiten des Orchestervereins Mary Ellen Kitchens (Dirigentin), Hermann Ley (Vorsitzender) und Rudolf v. Sybel (Kassier) angehörten. Der Sängerbund war mit Klaus E. Wittmann (Vorsitzender), Wolfgang Schelbert (Chorleiter), Karlheinz Jäger (stellv. Vors.) und Günter Zachmeier (Chorsprecher, Leiter der Jodlergruppe) vertreten. Als Leiter der Projektgruppe und zugleich Organisationsleitung fungierte Heinz Wagner. In insgesamt 14 Besprechungen wurden folgende Schwerpunktthemen behandelt: Programmgestaltung, Projektablauf, Finanzierung, Verpflichtung von Solisten und Musikern (Bläser), Marketingaktivitäten, Probenplanung, Konzertablauf.

    Die Programmplanung gestaltete sich schwieriger als erwartet und nahm mehr als neun Monate in Anspruch, nicht zuletzt auch deshalb, weil uns nacheinander drei Baßsolisten erst zugesagt und dann wieder abgesagt hatten. Schließlich gingen wir den etwas kostspieligeren Weg, einen Baßsolisten über eine Agentur zu verpflichten, was sich dann aber als Glücksfall entpuppte, weil diese Agentur innerhalb von wenigen Stunden mit Herrn Gasztécki aus Darmstadt einen gleichwertigen Ersatz stellte, nachdem Herr Merwald von Landestheater Innsbruck am Tag vor dem Konzert wegen Erkrankung absagte.

    Als mitwirkende Chöre konnten sehr bald die Chorgemeinschaft Sankt Mang und der Liederkranz Wiggensbach gewonnen werden.

    Zu Beginn der Probenarbeit für das Opernkonzert bereitete den Sängerinnen und Sängern die ungewohnten italienischen Texte und das rasante Tempo des "Rataplan-Chores" und der "Chorprobe" ganz erhebliche Probleme. Der eingeplante Chorsamstag im Bildungshaus St. Raphael am 19. Februar 2000, mehrere Gemeinschaftsproben aller Sängerinnen und Sänger – einmal zusammen mit dem Streichorchester – und zuletzt eine Haupt- und eine Generalprobe im Stadttheater brachten den Durchbruch. Schließlich geriet das Konzert zu einer rundum gelungenen Sache in einem voll besetzten Stadttheater.

    Unsere Finanzplanung vom 7. März 99 wies bereits Kosten von 25.000 DM aus und es galt eine Finanzierungslücke von fast 12.000 DM zu schließen. Es wurde vereinbart, dass Einnahmen und Ausgaben zwischen Sängerbund und Orchesterverein geteilt werden sollten. Heute ist festzustellen, dass uns auf der Ausgabenseite fast eine Punktlandung gelang und die Einnahmen Dank großzügiger Unterstützung durch Spender und Sponsoren und einem total ausverkauften Haus nur ca. 1300 DM darunter liegen. Dieses Restdefizitchen wurde durch eine Ausfallbürgschaft der Stadt Kempten gedeckt.

    Größere Pannen traten weder in der Vorbereitungsphase noch während des Konzerts auf, auch wenn hie und da das Orchester wackelte und Chöre nicht ganz richtig einsetzten. Dafür geriet die "Chorprobe" so gut wie nie zuvor. Ein echtes Manko waren die mangelhaften akustischen und baulichen Verhältnisse im Stadttheater, aber leider steht in Kempten kein anderes Gebäude zur Verfügung, das in Bezug auf Akustik, Bühne, Garderoben und Zuschauerkapazität bessere Verhältnisse bieten könnte.

    Das gesamte Opernkonzert wurde live mitgeschnitten und davon eine CD produziert. Sie muß recht gut gelungen sein, denn immerhin sind bis heute über 150 CDs verkauft worden und alle waren vom Ergebnis begeistert.

ã Heinz G. L. Wagner 2000